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Meldungen 26. Februar 2020
 
Donnerstag, 11. März. 2004

Rotary Horb-Oberer Neckar hilft Pette



Viele der Freunde in den teilweise alten Clubs wissen nichts mehr davon, wie mühselig die Geburtswehen bei der Gründung ihres Clubs gewesen waren.
Die Horber rotarischen Freunde hatten sich zu Beginn des Jahres 2000 allmählich formiert. Alles, was Rotary betraf, war mehr oder minder neu und  interessant, so dass die Horber Freunde mit viel Elan die Voraussetzungen für die Aufnahme in die Gemeinschaft von Rotary International rasch erreicht haben.
Für den jungen Rotary Club Horb-Oberer Neckar standen nicht nur die Bemühungen um die Vertiefung der Freundschaft untereinander im Vordergrund, sondern vor allem auch die Möglichkeit, sich innerhalb der rotarischen Gemeinschaft um Menschen zu kümmern, die keine Lobby haben und die keine Förderung von anderer Seite erfahren.
So verwundert es nicht, dass bei den ersten Diskussionen über soziale Projekte ein Armbenkrankenhaus in Nordkamerun, welches von einer einzigen Schweizer Ärztin gegründet worden ist und geleitet wird, in den Vordergrund des Interesses geriet. Der Horber Rotarier Dr. Rainer Schach hatte im Jahr zuvor im Rahmen eines Afrikaaufenthaltes das Armenkrankenhaus Pette in Kamerun entdeckt. Als Arzt hat er dort seine Arbeitskraft zur Verfügung gestellt, weil er gesehen hatte, dass die in Pette eintreffenden Patienten die Ärmsten der Armen sind, für die häufig dieses kleine Krankenhaus die letzte Hoffnung darstellte.
Das in Nordkamerun gelegene Hospital Pette konnte insgesamt 165 Betten - besser Liegen - für Patienten anbieten. Täglich haben etwa 100 Arme die Ambulanz aufgesucht, die von der betreuenden Ärztin von morgens bis abends versorgt wurden.
Besonders berührt war Freund Schach davon, dass eine auffallende Vielzahl von Kindern mit schweren Brandwunden zu verzeichnen waren. Die große Anzahl der Brandunfälle war darauf zurückzuführen, dass die Menschen offene Feuerstellen nutzten und somit insbesondere für Kleinkinder die große Gefahr bestand, dass diese sich in einem unbewachten Augenblick Brandwunden zuzogen.
Kinder mit starken Brandnarben gerieten ins soziale Aus. Die Familien haben die verstümmelten und entstellten Unfallopfer isoliert. Die Familien hatten auch nicht die finanziellen Mittel, die Kinder einer Narbenrevision unterziehen zu lassen. Auch bestanden nicht die medizinischen Möglichkeiten, diese Vielzahl von entstellten Kinder zu operieren.
In enger Absprache mit der betreuenden Schweizer Ärztin haben die Rotarier sich aufgemacht, ihr allererstes soziales Projekt zu realisieren - Hilfe für Pette. Neben Sammelaktionen diente insbesondere die Chartfeier dazu, viele der eingeladenen Freunde zu einer kleinen Spende zugunsten Pettes zu veranlassen. So konnte der seinerzeitige Gründungspräsident Heinzelmann mit großer Freude feststellen, dass dieses erste Horber Projekt auf breite Resonanz gestoßen war und ein erheblicher Betrag für die instrumentelle Ausstattung des Krankenhauses in Pette zur Verfügung gestellt werden konnte. Außerdem konnte der dringend notwendige Hauthobel angeschafft werden, welcher Narbenrevisionen und Hautverpflanzungen insbesondere von Brandopfern ermöglichte.
Weil die Horber Rotarier von ihrem Freund Schach auch von den korrupten Verhältnissen  und politisch instabilen und undurchsichtigen Verbindungen gehört hatten, haben sie Mittel und Wege gefunden, diese Spenden ohne jegliche Verwaltungs- oder Transportverluste nach Pette zu transferieren. Rainer Schach hat eine berufliche Auszeit genommen und für die Dauer von einem Monat den Erwerb und die Verwendung der von den Freunden gespendeten finanziellen Mittel in Pette überwacht. Mit großer Freude konnten die Horber Rotarier feststellen, dass ihr allererstes soziales Projekt für die Armen in Pette ein Gewinn war.



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